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Kult im Kiez
25 Jahre Neuköllner Oper

Ein Film von Hanne Kaisik und Uli Aumüller

Kamera: Klaus Bernhardt, Jürgen Kornatz, Knut Muhsik, Georg Pahl, Holger Rusch, Ulrich Seifert Ton: Jan Bendel, Andreas Gläßer, Andreas Prescher Schnitt: Marion Richter
Länge: 45 Minuten, SFB 2002
45 min. Beta SP 4:3

Die ersten Aufführungen fanden in Neuköllner Kirchen statt, geprobt wurde in einer Fabriketage. Heute hat die Neuköllner Oper ein eigenes Haus – und unterscheidet sich trotzdem um Welten von den drei anderen Opernhäusern Berlins. Erstens im Repertoire: gespielt wird, was sonst keiner spielt, vergessene Opern, Musicals, Schmonzetten. Fast alles wird bearbeitet, nicht nur aus Notwendigkeit, sondern aus Lust am Komödiantischen und aus Spaß an skurrilen Ideen. In Neukölln will man Volksoper machen und für ein Publikum spielen, dem die Schwelle der Staatsoper zu Ehrfurcht gebietend erscheint. Ein anderer Unterschied betrifft die Interpreten: viele der Sänger kommen frisch von der Musikhochschule und machen hier ihre ersten professionellen Gehversuche. Manche werden zum Ensemblemitglied und bleiben der Neuköllner Oper jahrelang treu. Sie sind alle keine Stars, aber sie sind experimentierfreudig und haben Lust auf Unkonventionelles, Schräges und Kabarettistisches.

Der Film zeigt Ausschnitte aus den neuesten Produktionen dieses außergewöhnlich produktiven Opernhauses, aus den „Assasins“, aus „Angela“, aus „Gesualdo“ und aus dem Renner der letzten Saison, der Soaperette „Die Kroetzkes kommen“. Blicke hinter die Kulissen gewähren Einsichten in die Arbeitsweise des Ensembles und zeigen, wie mit Fantasie und Witz große Pläne mit wenigen Mitteln realisiert werden können.