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Wenn die Zahnräder Menschen sind
Das Klavierkonzert von György Ligeti

Film von Uli Aumüller und Hanne Kaisik

ensemble intercontemporain
Pierre Boulez, Ltg.
Dokumentation für das Bayerische Fernsehen und Metropolitan München 1996
Kamera: Thomas Stokowski, Even-Video / Ton: François Eckert, Michael Laube, Philip Homnes / Schnitt: Bernhard Schönherr

Digibeta – 16/9 – 60 min. - stereo

Onlinebestellung zum Preis von 30,00 €

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Film herunterladen (7,00 €)

Filmtext
BR-Hörfunksendung Manuskript
Interview in der Neuen Musikzeitung
Gespräche

Im Zentrum unserer Musikdokumentation steht das Konzert für Klavier und Orchester (komp. 1985-88) von György Ligeti, interpretiert vom Pariser ensemble intercontemporain unter der Leitung von Pierre Boulez. Solist ist Pierre-Laurent Aimard.

Die fünf Sätze des ca. 22 minütigen Werks sind über die Länge des 60-minütigen Filmes in etwa gleichmäßig verteilt. Die Aufzeichnung jedes Satzes gestaltet auf je verschiedene Weise eine film-ästhetische Annäherung an die je verschiedenen kompositorischen Aufgabenstellungen. Stichworte sind: Gleichzeitigkeit mehrerer Geschwindigkeiten, die sog. Talea-Technik im 1. Satz; „statische“ Mikropolyphonie im 2. Satz; „afrikanische“ Pulsations- und Illusionsrhythmik im 3. Satz; „Kaleidoskopsteinchen“ und Chaostheorie im 4. Satz und strahlendes „Hyper-Dur“ im 5. Satz. Jeder Satz ist also auf eine charakteristisch andere Weise filmisch umgesetzt.

Die eigentlichen „Dokumentar“-Passagen vor und zwischen den Sätzen des Klavierkonzertes portraitieren den Menschen György Ligeti, vor allem die wechselseitigen Bedingungen zwischen Werk und Biographie. Gleichzeitig führen diese Passagen erzählerisch in die jeweilige Ideenwelt der einzelnen Sätze des Klavierkonzertes ein. Ligeti trifft im Film vor allem die Menschen, die ihn während des langjährigen Entstehensprozesses des Konzertes entscheidend beeinflusst haben. Dazu zählen u.a. der afrikanische Musikethnologe Simha Arom, Pierre Boulez und der Solist Pierre-Laurent Aimard. Darüber hinaus gibt Ligeti Einblicke in seine Skizzenhefte und handschriftlichen Aufzeichnungen: mit bunten Stiften kreuz und quer bemalte Partiturseiten, verschiedene Zeitraster andeutend oder rhythmische Ebenen, in die er (der Arbeitsweise Nancarrows nicht unähnlich, von dem er auch beeinflusst wurde) sein melodisches und harmonisches Material „einhängt“.

Die mitunter schnell und sehr „musikalisch“ geschnittenen Aufzeichnung des Klavierkonzertes konzentriert sich auf dessen Kunstcharakter, die eher langsamen „Dokumentar“-Passagen auf das Leben und die Person György Ligetis.