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inpetto filmproduktion |
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Plötzlich ein neues Klangerlebnis 59 min. Portrait (DigiBeta PAL stereo) – eine Produktion des RBB Ausschnitt ansehen ca. 90 min. Gespräch mit Dörte Wetzel, Bernhard Forck und Raphael Alpermann (im Kubus des Radialsystem V Berlin) Gespräch mit Folkert Uhde Jochen, Sandig und Frank Schneider (im Konzerthaus Berlin) Gespräch mit Peter Mussbach (im Senatssaal der Humboldt-Universität) STEPHAN MAI: Hm. Das ist ein Gesellschaftsspiel. Jetzt kommen wir eigentlich zu dem, was auch diese Komposition ausmacht, was dabei herauskommt, das ist eine himmlische Demokratie. Von der wir Menschen träumen: Jeder kann denken und eigentlich laut oder leise sagen, was er will, zu jedem Zeitpunkt, ohne auf – im negativen Sinne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen, im positiven Sinne ist er immer präsent und wird nie jemanden stören. XENIA LÖFFLER: Man ist nie verletzend, man sagt nichts Falsches. STEPHAN MAI: Nein, es geht nicht. RAPHAEL ALPERMANN: Und man wird gebraucht. XENIA LÖFFLER: Man wird gebraucht. STEPHAN MAI: Man wird gebraucht. Und selbst in der Pause wird man gebraucht. Was Stephan Mai mit diesen Worten beschreibt – mit denen zugleich unser Film beginnt – ist nicht nur seine Sicht auf die Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach – sondern zugleich – das war unser Eindruck – der irgendwie utopische Zustand, den das Musikensemble „Akademie für Alte Musik Berlin“ auszeichnet. Jeder ist gefragt, jeder wird gehört, jeder hat seinen Platz. Eine himmlische Demokratie auf Erden – die (wenn überhaupt) nur ein paar wenige Erste unter Gleichen zulässt - das wäre so ein Menschheitstraum – den beim Realisieren barocker Musikliteratur gesellschaftliche Wirklichkeit werden zu lassen vorderhand erst einmal nicht nahe liegt. Denn der Gedanke der Demokratie war dem Barock, wie Stephan Mai selbst sagt, „wesensfremd“. Aber vielleicht ist´s unter anderem dieser Widerspruch, der die Energie des Ensembles befeuert. Unser Film erzählt eine Erfolgsgeschichte, die 1982 mit Konzerten im Schloss Köpenick begann und mit Auftritten in der Carnegie Hall noch längst nicht beendet ist. Die Akademie für Alte Musik Berlin, kurz "Akamus", wird international als eine Spitzenformation für Alte Musik bewundert. Die enge Zusammenarbeit nicht nur mit René Jacobs, sondern auch mit Sasha Waltz, dazu das neue Domizil im Radialsystem sichern dem Ensemble Aufmerksamkeit weit über Spezialistenkreise hinaus. Im Film erzählen die Gründungs-Musiker über die bewegende Geschichte ihrer "Akademie" in der DDR und geben einen Einblick in ihre quirlige Gegenwart. Nach wie vor herrscht in dem cheflosen Ensemble ein demokratischer Geist, der die gemeinsame Arbeit zwar nicht einfach, aber umso aufregender macht. Aus den Materialien der Dreharbeiten entstanden zwei Filme: Zum einen eine einstündige TV-Dokumentation mit Interviews, Musikaufnahmen von 1984 bis heute, Materialien aus dem Privatarchiv des Ensembles – ein Portrait also des Ensembles. Zum anderen entstand eine 90-minütige Aufzeichnung der „Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach (BWV 1080) – ein Livemitschnitt des Konzertes vom 28.11.2007 im Radialsystem V Berlin (Generalprobe & Konzert) – in einer musikalischen Einrichtung für 20 Streicher und 4 Blasinstrumente sowie Orgel resp. Cembalo – dieser Film wird in Kürze unter dem Label von harmonia mundi france veröffentlich werden und auch im inpetto shop erhältlich sein. Mitwirkende: Musikalisches Konzept & Konzertmeister Bühne & Licht Violine Bratsche Violoncello Kontrabaß Oboe Oboe da caccia Fagott Posaune Cembalo & Orgel Regie & Schnitt Kamera Toningenieur & Tonmischung Kamerassistenz Technischer Direktor Lichtmeister Grafik Musikdramaturgische Beratung Regieassistentin Produktionleitung Produktionsassistent Redaktion Ein Koproduktion von In Zusammenarbeit mit © 2008 |