Die Legende vom Strömkarl oder Nöck, 1835 von Jacob Grimm in seiner Deutschen Mythologie veröffentlicht, löste eine Flut von Nachdichtungen, Vertonungen, Bildern und Skulpturen aus. Sogar Theodor W. Adorno wollte deren »dialektische Konstruktion« als Vorbild seines Beethoven-Buches nachgestalten. Dem Wassergeist oder Elfen Nöck wird von Kindern, denen er das Harfenspiel lehrt, die Erlösung zunächst abgesprochen, dann aber doch zugesagt. Die Autoren Uli Aumüller und Peter Moormann führen in dem 5ten Teil ihrer Sendereihe Neue Musik und Philosophie den Nachweis, dass die Struktur der Legende, vor allem aber Adornos überraschende Deutung, nicht nur seine Philosophie zur Musik Beethovens prägte, sondern als Gedankenfigur bis in die gegenwärtige Musikproduktion lange nach dem Tod Adornos seine Wirkung entfaltet.

Was wollen die Séries Sonores? Deutschlandfunk 2006
SZ
Manuskript
English Version

gestaltung: berndt & fischer, berlin | foto: aumüller
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