Dass das Publikum im Opernhaus schweigt, sobald der Vorhang sich hebt, sobald der Dirigent seinen Taktstock hebt, ist heute allgemein üblich, war aber in der rund 400-jährigen Geschichte der Oper in Europa keineswegs von Anfang an so. Im Gegenteil – das Schweigen musste erst erfunden werden und konnte sich erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts allgemein durchsetzen. Zuvor war die Oper nur ein Beiwerk für ein Publikum, das gewohnt war im Opernhaus zu schwatzen, zu flanieren, zu essen und trinken, sowie jeder Art von Geschäften nachzugehen. Uli Aumüller hat versucht, die ursprünglichen Verhaltensweisen zu rekonstruieren und nach den Gründen zu suchen, die zu den heutigen Standards führten.


Manuskript pdf download

Geschrieben von Uli Aumüller & Sven Oliver Müller
Gesprochen von Uli Aumüller
Redaktion: Bettina Winkler
Eine Produktion des SWR 2017

gestaltung: berndt & fischer CD bestellen 12.80 €
Bitte haben Sie kurz Geduld - die Audiodatei wird geladen!